Eishockey-Profi Sebastian Busch: Der abgergläubische Bayreuth Tigers-Spieler

Eishockey-Profi: Sebastian Busch in Bayreuth

„Ich habe mir die Gesichtshöhle gebrochen, die Schulter ausgekugelt und so ziemlich alle Finger ausgekugelt oder gebrochen.“ Der Bayreuther Eishockey-Spieler Sebastian Busch zählt seine Verletzungen auf. Alle hat er sich beim Eishockey zugezogen. „Also nix Schlimmes“, kommentiert der Profi seine Verletzungen.

Eishockey-Spieler sind hart im Nehmen. Knallharte Typen auf dem Eis, die ihren Körper dem Sport unterordnen. Vielleicht wollte Sebastian Buschs Vater deswegen, dass sein Sohn Ski,- oder Fußballprofi wird. Doch Eishockey hat Sebastian Busch ab dem ersten Moment fasziniert. „Als ich das erste Mal mit Schläger auf dem Eis stand, hat es mich einfach gepackt.“

Eishockey-Profi spaziert durch Bayreuth

Sein Leben dreht sich um den kleinen, schwarzen Puck. Über seinen Heimatverein TSV Erding ging es nach Landshut, Duisburg und zu den Bayreuth Tigers in die DEL2. Seit vier Jahren wohnt der 26-Jährige in Bayreuth. Die Innenstadt, die Menschen und die Eremitage – Busch hat Gefallen an der Stadt gefunden: „Wenn ich mal spazieren gehe, dann in der Eremitage.“

Ansonsten fokussiert sich der Profi auf seinen Beruf und die Ziele für diese Spielzeit: Er will verletzungsfrei durch die Restsaison kommen. Noch während er diesen Wunsch äußert klopft er drei Mal auf Holz. Auch das gehört zu seinem Leben als Sportprofi: der Aberglaube.

Sechs Stunden vor dem Spiel Essen, dann Schlafen, dann exakt zwei Stunden vor Spielbeginn ins Stadion zum Aufwärmen fahren. Sebastian Busch hat feste Abläufe – und die müssen bei jedem Spiel eingehalten werden. Alles andere bringt Unglück.

Der Aberglaube vor dem Eishockey-Spiel

Erst zieht er sich den rechten Schuh an, dann den linken – und Busch muss immer als letzter aus der Kabine gehen. Ob das immer gelingt? „Meine Rituale müssen funktionieren“, sagt Sebastian Busch. „Sonst werde ich ziemlich grantig.“

Egal in welchen Stadien, in welchen Kabinen mit welchen Mitspielern, der Aberglaube ist immer dabei. „Zur Not verstecke ich mich auf dem Klo, um als Letzter aus der Kabine zu kommen.“ Klappen die Rituale, klappt es auch mit dem Toreschießen – so wie beim 6:3-Erfolg der Tigers gegen die Heilbronner Falken.

Übrigens: Tore zu schießen oder aufzulegen sind die Momente, in denen der harte Eishockey-Profi ganz weich wird. So beschreibt zumindest Sebastian Busch seine eigene weiche Seite. Er lebt seinen Beruf: Eishockey-Spieler.

Von |6. Februar 2019|Kategorien: Ausgeplaudert|Tags: , , , , |