Burger-Serie Teil 3: Fränk’ness in Nürnberg

– Auf der Suche nach dem besten Burger Frankens – Teil 3: Fränk’ness –

Als die gepickelte Karotte mit einem dumpfen, nassen Pflatschen den Teller verfehlt, ist das äußerst peinlich. Wer bei Sternekoch Alexander Herrmann zu Tisch ist, sollte sich zu benehmen wissen. Doch gilt die Drei-Sekunden-Regel auch beim Kleckern? Rascher Schulterblick rechts und links – niemand hat’s gesehen. Also aufgegabelt und aufgegessen. Denn im Fränk’ness schmeckt es so gut, dass man sogar vom Boden essen würde.

Frankenfeeling hat sich der selbstlosen Mission angenommen, den besten Burger Frankens zu finden. Im Burgerheart und Hans im Glück haben wir bereits fleißig fränkische Fritten gefuttert und saftige Patties gemampft. Eine Leserempfehlung führte uns nun ins Nürnberger Fränk’ness. Denn hier soll er auf uns warten: der fränkische Kultburger schlechthin!

Dinieren mit Starkoch Alexander Herrmann

Das Fränk’ness wurde Ende 2017 von niemand geringerem als Fernsehkoch Alexander Herrmann gegründet und liegt in der Nürnberger Königstraße lustigerweise direkt neben Burgerheart und dem glücklichen Hans. Obendrüber, da geht es edel zu: Während in Herrmanns zweitem Restaurant, dem Imperial, fein diniert wird, bietet das Fränk’ness „schnell mal was Gutes vom Sternekoch“.

Fränk’ness: Ist das noch Fast Food?

Bestellt wird an der Theke und gezahlt sofort. Das gehört zum gehobenen Fast-Food-Konzept Herrmanns. Und beschert Pia und mir (Teresa) einen Moment der Verwirrung: Geben wir jetzt schon Trinkgeld? Aber was, wenn es gar nicht schmeckt? Für Pia ein klares Service-No-Go. Andererseits kehren wir so direkt mit unseren Getränken an den Tisch zurück. Kurz darauf steht dort auch der selbsternannte Kultburger. Als Toppings gibt es Schäuferla mit Pfeffer-Mayo, Biersauerkraut und ordentlich Schwarte sowie gezupften Entenbraten mit Kürbiskern-Mayo und Pfefferwalnüssen, alles jeweils zwischen ein Laugen- oder Kartoffelbun gezwickt. Fränkischer geht’s wohl kaum.

Keine Pommes, aber Krautsalat

Vorrecherche ist alles, das hat sich schon im Burgerheart ausgezahlt. Daher war es bereits vor dem Alibi-Blick in die Speisekarte beängstigende Gewissheit, dass der Kultburger im Fränk’ness ohne seinen treuesten Begleiter, eine Portion Pommes, auskommen muss. Punktabzug? Als Wiedergutmachung serviert Alex einen anderen Beilagen-Klassiker: Cole Slaw oder auf Fränkisch „Graudsalad“. Aber Alexander Herrmann dürfte nicht im Öffentlich-Rechtlichen gegen andere prominente Köche in den Küchenkrieg ziehen, wenn dieser Krautsalat nicht eine absolut überraschende Komponente hätte – in diesem Fall Erdnuss im Dressing. Irre.

Frankenfeeling-Fazit: Nürnberg hat den Besten

Wir sind erst beim dritten Teil unserer Burger-Serie angelangt und schon scheint er gefunden: Der Schmorbraten-Burger im Nürnberger Fränk’ness ist der beste Burger Frankens – fürs Erste. Überzeugt hat der Upper-Class-Burger nicht nur durch seinen ungewöhnlichen Geschmack, sondern auch durch die Zubereitung mit regionalen Produkten und seine Inspiration durch traditionelle fränkische Gerichte. Auf dass sich von nun an alle kommenden Burger mit ihm messen müssen!

KURZGEFASST

Fränk’ness in Nürnberg

Wo? Königstraße 70, 90402 Nürnberg

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Von |18. Februar 2019|Kategorien: Ausprobiert|Tags: , , , , , , , , |