Der Exit Room in Marktzeuln

-Wie ist der Escape Room in Marktzeuln?-

Ihr macht Urlaub in Thailand. Am Abend genießt ihr das Leben in vollen Zügen und trinkt dabei ordentlich Alkohol. Nach dieser durchzechten Nacht wacht ihr im Gefängnis auf – angekettet. Innerhalb von 60 Minuten muss das Gefängnis verlassen werden. Ansonsten heißt es: Game Over.

Das ist das Szenario des Escape Rooms (oder Exit-Room) „Prison“ in Marktzeuln. Und das Spielprinzip ist denkbar einfach: Eine Personengruppe wird in einem Raum eingesperrt. Darin befinden sich überall versteckte Hinweise und Rätsel, die gelöst werden müssen. Mit jeder gelösten Aufgabe nähert man sich dem Öffnen der Tür in die Freiheit. Dunja, Jannik, Jutta, Stefanie und ich, Christoph, haben den Trend: Exit Room mal für euch getestet.

Zuerst gibt uns der Spielleiter ein Walkie-Talkie in die Hand: „Darüber können wir miteinander sprechen“, empfiehlt er uns – und wir haben es öfter gebraucht, als uns lieb war.

Ein paar Regeln im Exit Room Marktzeuln

Dazu gibt es noch ein paar Regeln: Es gibt drei Joker. Wenn ihr mal nicht weiterkommt, sprecht in das Walkie und setzt einen Joker ein. Die Kameras in den Räumen zeichnen nicht auf, sie sind lediglich für den Spielleiter da. Dort sieht er, wie wir uns im Inneren schlagen und kann zur Sicherheit eingreifen. Sobald jemand sein Handy zückt, ist das Spiel verloren, warnt uns der Spielleiter. Weder Taschenlampe noch Google sind erlaubt. Wir empfehlen deshalb: Handys lieber gleich im Auto lassen.

Dann kommt die entscheidende Frage: „Hat jemand von euch Platzangst? Wir schauten uns verdutzt an. Eigentlich nicht, aber…Enge mag wohl niemand. Jannik und Stefanie meldeten sich freiwillig – für sie sollte es eng werden. Für die beiden ging es dann schonmal in einen separaten Raum – denn im „Prison“ wird man getrennt. Es gibt also zwei Teams, die sich gegenseitig unterstützen müssen.

Danach geht es auch für Dunja, Jutta und mich endlich los: Es ist tatsächlich ein Gefängnis. Gitterstäbe, Ketten und Handschellen liegen überall herum. Jutta und Dunja werden auch sofort mit Handschellen an die Gitterstäbe gefesselt. Ich werde am Fuß festgekettet. „Und los geht’s – die 60 Minuten laufen.“ Tür zu. Wir sind eingesperrt.

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, in einem dunklen Raum festgekettet zu sein. Die Bewegung ist eingeschränkt. Die Türen sind verschlossen. Die Augen gewöhnen sich nur langsam an die düsteren Räume. „Hallo? Seid ihr da?“ Aus einem Raum ertönt Stefanies Stimme.

Raus aus dem Knast in Marktzeuln

Zwei getrennte Räume, kaum Licht und angekettet – und Räume voller Rätsel und Aufgaben. Das Zauberwort heißt: Kommunikation. Denn in den Räumen sind Hinweise, die die anderen benötigen, um voranzukommen. Deshalb muss dort viel miteinander gesprochen werden. Wir können euch nur diesen Expertentipp geben: Redet so viel ihr könnt.

Zahlen, Buchstaben, Figuren – hier wird wirklich Alles von den Mitspielern abverlangt. Und im Hinterkopf tickt immer die Uhr. „Schon 20 Minuten rum und wir sind immer noch gefesselt.“ Dann kommt nämlich Hektik erschwerend hinzu. Dieser hatte ich es auch zu verdanken, dass ich beinahe 40 Minuten gefesselt war. Und das nur, weil wir zu dämlich waren einen Schlüssel richtig zu benutzen. Der Spielleiter hatte gesehen, dass wir die Aufgabe eigentlich gelöst hatten und befreite mich aus meiner Gefangenschaft. Ohne Kette am Bein, legte auch ich richtig los.

Exit Room: Nur nicht frustrieren lassen

Mehr kann allerdings nicht verraten werden. Jedes Detail könnte ein Rätsel lösen oder einen Vorteil geben. Das wäre für euch nicht nur einfacher, sondern auch langweiliger. Noch eines: Ist es frustrierend, wenn man Aufgaben nicht auf Anhieb schafft? Ja! Aber, das Glücksgefühl eines gelösten Rätsels ist umso besser!

Eines kann ich dann doch verraten: Wir haben es nicht geschafft, in 60 Minuten aus dem Raum zu entkommen. Die Rätsel waren zwar gelöst, allerdings waren wir nicht schnell genug, die Lösungen auch anzuwenden – wir waren schlichtweg zu hektisch.

Es hat uns wirklich Spaß gemacht. Adrenalin, ein bisschen Angst, Zeitdruck und Logik. Der Trend „Exit Room“ ist zurecht ein Trend. Knobeln, rätseln, suchen, tüfteln, die Zeit im Hinterkopf, und eingesperrt – hört sich komisch an, ist aber wirklich empfehlenswert. Uns hat das Exit-Room-Fieber gepackt – und wir sind schon auf der Suche nach neuen Exit-Rooms, die getestet werden wollen.

Wer noch nicht genug hat, kann sich auch in Erlangen in „Escape Time“ oder im Bamberger Escape Room Quest4Exit austoben. Wir haben beide für euch getestet.

KURZGEFASST

Exit Room – Lost Room „Prison“
Marktzeuln (Kreis Lichtenfels)
2 Personen: 70 Euro
3 Personen: 87 Euro
4 personen: 100 Euro
5 Personen: 110 Euro
6 Personen: 120 Euro
Montag bis Donnerstag: 15 bis 22 Uhr
Freitag: 15 bis 24 Uhr
Samstag: 10 bis 24 Uhr
Sonn- und Feiertag: 10 bis 23 Uhr