Goldschmätzchen: Das süße Markenzeichen der Stadt Coburg

 – Dem Honiggebäck das Goldtüpfelchen aufsetzen –

Das Coburger Schmätzchen und das Goldschmätzchen sind die Markenzeichen Coburgs. Das leckere Honiggebäck hält oft als Mitbringsel her und ist in der Weihnachtszeit total begehrt. Ich (Jutta) war zu Besuch in der traditionellen Lebkuchenmanufaktur Feyler und wollte wissen, ob der Hype um das Gebäck berechtigt ist.

Wie in einer anderen Zeit

Schon der Besuch der kleinen Feinbäckerei nahe des Marktplatzes ist den Weg wert! Die Hofbäckerei ist prunkvoll eingerichtet, es gibt etliche Leckereien so weit man sehen kann und es riecht sooo gut! Hier setzt man sich gerne hin, trinkt einen Kaffee und lässt das Ambiente auf sich wirken. Aber dafür bin ich ja gar nicht hier – ich will die Goldschmätzchen testen und treffe dafür den Konditormeister und Chef Peter Feyler.

Das „einfache“ Coburger Schmätzchen besteht aus einem Honigteig, Nüssen, Orangenschalen und Gewürzen. Das Goldschmätzchen ist zusätzlich mit Zartbitterschokolade überzogen und mit einem Goldtüpfelchen verziert. Was genau drin ist, bleibt geheim. Aber scheinbar schmeckt diese Kombi – nicht umsonst sind die Schmätzchen DER Dauerbrenner schlechthin seit 126 Jahren!

Die Goldschmätzchen im Geschmackstest

Ich schaue mir die begehrten Gebäckstücke genauer an: Sie sehen aus wie kleine Lebkuchen und riechen auch genauso. Der Goldtupfer ist mal mehr, mal weniger zu sehen. Das liegt daran, dass sich das feine Goldpulver bei Reibung schnell ablöst. Während ich das Goldschmätzchen so betrachte und in der Hand halte, stelle ich fest, dass die Schokolade an den Fingern zu schmelzen beginnt. Also höchste Zeit, reinzubeißen!

Hoppla, ganz schön hart! Das ist mein erster Gedanke – erwartet hatte ich nämlich eine lebkuchenartige Konsistenz. Also Vorsicht beim Verkosten! Beim Kauen bemerke ich jetzt aber den vielfältigen Geschmack. Klar schmecken die Goldschmätzchen nach Lebkuchen. Aber trotzdem nicht ganz so, wie man es gewohnt ist. Und knuspriger als das Weihnachtsgebäck sind sie auch. Peter Feyler hat nicht zu viel versprochen, als er meinte, dass die Kunden die einzelnen Zutaten nicht herausschmecken können.

Mein Fazit: Das Goldschmätzchen kann sich durchaus sehen lassen und ist als Mitbringsel garantiert eine schöne Überraschung. Ich persönlich bin kein großer Lebkuchenfan, deswegen kann ich auch erstmal auf eine weitere Packung verzichten. Geschmeckt hat es mir aber trotzdem. Ich denke, wer gerne Lebkuchen isst und mal etwas Neues probieren möchte, wird diese Variante bestimmt mögen.

KURZGEFASST

Coburger Goldschmätzchen
+ leckerer Lebkuchengeschmack

+ Blattgold-Tüpfelchen

+ Traditionsgebäck aus Honigteig

– sehr hart

Von |16. Januar 2019|Kategorien: Ausprobiert|Tags: , , , , , |